Unter dem Titel „Frauen in China – Vom stillen Femizid in der Ein-Kind-Politik zur erfolgreichen Unternehmerin“ spricht Dr. Carsten Jaekel am 9. Juli 2026 um 19 Uhr in der Citykirche am Kirchplatz 14 in Mönchengladbach-Mitte. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Chinas jahrzehntelange Geburtenkontrolle das Leben von Frauen geprägt hat.
Die von 1979 bis 2015 geltende Ein-Kind-Politik war ein tiefer Eingriff in die Bevölkerungsstruktur eines ganzen Landes – mit Folgen, die bis heute weltweit spürbar sind. Welche Konsequenzen hatte die staatliche Geburtenkontrolle für männliche und weibliche Nachkommen, für die einzelnen Menschen und für China insgesamt? Was wurde aus den Mädchen, die überleben durften – und sind gerade sie der Schlüssel zum anhaltenden wirtschaftlichen Erfolg des Landes? Zu diesen und weiteren Fragen will Jaekel eine Reihe ungewohnter Einsichten vorstellen.
Der Referent kennt das Land aus eigener Anschauung. Der Sinologe, Historiker und Wirtschaftswissenschaftler lebte fast 20 Jahre in China, baute dort für deutsche Unternehmen das China-Geschäft auf, gründete Tochtergesellschaften und leitete sie als Geschäftsführer. Bis heute begleitet er Firmen bei ihren Geschäften in China und beobachtete dabei aus nächster Nähe, wie sich der Alltag der Bevölkerung über die Jahre wandelte.
Begrüßt werden die Gäste von Kreisvorsitzendem Daniel Winkens, die Moderation übernimmt Stefan Wimmers. Der Abend verspricht ungewohnte Perspektiven auf ein bis heute nachwirkendes Kapitel chinesischer Geschichte.

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