Gedanken zum Tag des Lokaljournalismus. Auch wenn der schon letzte Woche war. Von Thomas Patalas.
Lokaljournalismus hat sich verändert. Wer das bezweifelt, muss sich nur anschauen, wie Politiker, Sportvereine, Schützenbruderschaften und Unternehmen heute kommunizieren: Sie brauchen uns nicht mehr, um ihre Botschaften in die Welt zu tragen. Ein Instagram-Account, ein Newsletter, ein eigener YouTube-Kanal – fertig. Die Pressemitteilung landet zwar noch in unserer Inbox, aber die Geschichte dahinter erzählen viele längst selbst.
Das ist keine Katastrophe. Es ist eine Verschiebung. Und sie schafft Raum für das, was Journalismus eigentlich sein sollte: nicht das Weitergeben von Meldungen, sondern das Einordnen, Hinterfragen, Nachbohren.
Lott jonn! gibt es seit 2018. Im Print, im Podcast, auf der Website und den sozialen Medien. Eine Mini-Redaktion, die sich keine großen Vertriebsapparate leisten kann und das auch gar nicht mehr muss. Was zählt, ist Reichweite durch Relevanz – und die entsteht nicht durch Budgets, sondern durch Haltung.
Unsere Haltung ist einfach: Wir erzählen die Geschichten, die sonst untergehen würden. Politisch neutral, aber nicht meinungslos. Wir haben eine Meinung, wir äußern sie, und wir lassen uns dabei auch von den politischen Rändern nicht beirren.
Und ja, wir sind nah dran. Nicht als Außenstehende, die diese Stadt beobachten. Wir kennen die Grundschule in Rheydt, die Abifeier in Giesenkirchen. Mönchengladbach ist nicht unser Thema. Es ist unsere Stadt.
In diesem Jahr kommt einiges dazu – neue Formate, neue Wege, um noch mehr Menschen zu erreichen. Die Pilotphase läuft. Mehr dazu bald. Lott jonn!

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