Die Modernisierung des Kinder- und Jugendzentrums Step an der Stepgesstraße verzögert sich um voraussichtlich rund zwölf Monate und wird teurer. Die Stadt Mönchengladbach hat die Zusammenarbeit mit dem beauftragten Architekturbüro beendet, die Objektplanung muss neu ausgeschrieben werden. Die Mehrkosten schätzt die Stadt derzeit auf 1,2 Millionen Euro.
Lott jonn! hatte am 6. Februar 2026 über den Start des Projekts berichtet. Damals war das 1981 eröffnete Gebäude bereits leergeräumt, rund 6,9 Millionen Euro sollten investiert werden, die Arbeiten sollten etwa ein Jahr dauern.
Warum die Stadt sich vom Architekturbüro getrennt hat, bleibt weitgehend im Dunkeln. In ihrer Mitteilung, die auf einer Berichtsvorlage für die Bezirksvertretung Nord und den Planungsausschuss beruht, ist lediglich von Problemen bei der Planung und Projektabwicklung die Rede. Welche Probleme das waren, wann sie auftraten und wer sie zu verantworten hat, sagt die Stadt nicht. Auch der Name des Büros wird nicht genannt. Bekannt ist nur, dass die Stadt die Lage mit externer fachlicher und rechtlicher Unterstützung geprüft hat, bevor sie den Vertrag beendete. Ob sie Ansprüche gegen das Büro prüft, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Die Technische Beigeordnete Claudia Schwan-Schmitz nennt die Verzögerung ärgerlich und kündigt an, das Projekt zügig und transparent auf eine verlässliche Grundlage zu stellen. Zunächst sollen Baustelle und Planungsunterlagen gutachterlich gesichert werden. Offen ist, welche Teile der bisherigen Planung sich noch verwenden lassen. Die Abbrucharbeiten laufen weiter, ein Großteil der Baufirmen will die Aufträge behalten und später wieder einsteigen.
Die geschätzten Mehrkosten entstehen nach Angaben der Stadt durch zusätzliche Gutachten, vertragliche Verzögerungen und Planungsleistungen, die wiederholt werden müssen. Genaue Zahlen soll es erst nach Vorliegen der Gutachten geben. Ob Bund und Land einen Teil davon übernehmen, wird mit dem Fördergeber geklärt. Die förderfähigen Kosten lagen bislang bei rund 6,8 Millionen Euro, davon tragen Bund und Land 80 Prozent. Der Förderzeitraum bis 2030 ist nach Darstellung der Stadt nicht gefährdet.
Für die Kinder und Jugendlichen bleibt das Interim im Vitus-Center bis zum Ende der Bauarbeiten bestehen. Auch der Jugendhilfeausschuss wird sich in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema befassen.
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