1895 entstand am Pixbusch in Odenkirchen ein Krankenhaus mit 26 Betten. Bis 1870 lag an dieser Stelle der evangelische Friedhof. Der Backsteinbau wurde nötig, weil die Räume des ersten Odenkirchener Krankenhauses an der Talstraße nicht mehr ausreichten.
Die Geschichte des Hauses war bewegt. Zwei Weltkriege, wochenlange Bombenangriffe und eine Typhus-Epidemie stellten es auf harte Proben. 1939 wurde beschlossen, das Krankenhaus erneut als Reserve-Lazarett zu nutzen. Als ein Fliegerangriff 1943 den größten Teil Odenkirchens zerstörte, blieb das Haus trotz einiger Schäden stehen. Bei jedem Angriff mussten die Kranken in den Keller gebracht werden. 1944 wurden die Luftangriffe heftiger, und Kranke und Schwestern harrten wochenlang ohne Gas, Licht und Wasser im Keller aus. Das endete am 28. Februar 1945, als die amerikanische Armee einrückte.
Anfang der 1950er-Jahre wurde das Krankenhaus renoviert und ausgebaut. Danach arbeitete es viele Jahre wirtschaftlich erfolgreich. 1982 setzte ein Krankenhausplan des Landes Nordrhein-Westfalen eine Höchstzahl an Betten für Mönchengladbach fest. Das Odenkirchener Haus galt danach als überflüssig und wurde geschlossen. Wenige Monate später wurde es zu einem Altenpflegeheim umgebaut. Die Geschichte des Krankenhauses hat Pfarrer Rixen 1959 im „Laurentiusboten“ aufgeschrieben.
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