30. Oktober 2026

Lott jonn! Heimatmagazin für Mönchengladbach

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Foto: Lott jonn!

mags baut den Pappelwald im Hoppbruch zum Mischwald um

Von Thomas Max Patalas

Die mags hat am Mittwoch, 28. Oktober, mit dem Umbau einer rund drei Hektar großen Pappelfläche im Hoppbruch begonnen. Die Fläche liegt in der Nähe des Hoppbrucher Wasserwerks. Dort soll in den kommenden Jahren ein standortgerechter Mischwald entstehen.

Die Pappeln wurden in den 1950er-Jahren als Monokultur gepflanzt. Nach Angaben von mags-Revierförster Werner Stops gehen sie auf Wiederaufforstungen nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Damals sollten sie die geschädigten und verlorenen Waldbestände ersetzen. Heute sind die Bäume alt und durch Vorschäden zunehmend geschwächt. Langfristig müssen deshalb alle Pappeln auf der Fläche weichen.

Die mags fällt den Bestand jedoch nicht auf einmal. „Der Waldumbau wird nicht auf einmal erfolgen, sondern in mehreren Schritten bis zum Jahr 2030. Dabei werden jeweils kleinere Flächen von einem Hektar bearbeitet“, sagt Werner Stops im Gespräch mit der Lott jonn!-Redaktion. Pro Hektar sollen etwa 200 Pappeln fallen. Ein Teil der Bäume bleibt zunächst stehen, während auf den frei gewordenen Bereichen die nächste Waldgeneration heranwächst. So will die mags den Eingriff in Natur und Landschaft auf das notwendige Maß begrenzen.

Anstelle der Pappeln pflanzt die mags verschiedene Baumarten, darunter Stieleichen, Hainbuchen, Winterlinden, Berg- und Flatterulmen, Vogelkirschen, Elsbeeren, Schwarznüsse und Esskastanien. „Ziel ist es, den bislang von Pappeln geprägten Wald wieder zu einem artenreicheren Mischwald zu entwickeln, der gegenüber den Folgen des Klimawandels widerstandsfähiger ist“, sagt Stops. Der neue Wald soll sich stärker an der früheren natürlichen Zusammensetzung orientieren.

Am Rand der Fläche entsteht zusätzlich eine Bepflanzung, in der Insekten und Vögel Unterschlupf und Nahrung finden. Dafür setzt die mags unter anderem Hundsrosen, Apfelrosen, Schwarzdorn, Pfaffenhütchen, Kornelkirschen, Mispeln, Wildbirnen und Wildäpfel.

Die Arbeiten stimmt die mags mit der zuständigen Forstbehörde ab. Laut Stops orientiert sich der Umbau am Waldbaukonzept Nordrhein-Westfalen. Das Land hat darin Empfehlungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung zusammengefasst, es gehört zur Klimaanpassungsstrategie Wald NRW. Das Konzept setzt auf Wälder, die aus mehreren Baumarten bestehen, vielfältiger aufgebaut sind und gestaltete Waldränder haben.


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