Bei einem umfangreichen Durchsuchungseinsatz hat die Kriminalpolizei Mönchengladbach am Mittwoch, 7. Oktober, fünf Personen vorläufig festgenommen. Drei von ihnen sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Das teilen Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach mit.
Mehrere Beschuldigte sollen arbeitsteilig organisiert und gewerbsmäßig mit Drogen gehandelt haben. Den Durchsuchungen waren nach Angaben der Behörden intensive Ermittlungen einer eigens eingerichteten Ermittlungskommission vorausgegangen.
In den Nachmittags- und Abendstunden durchsuchten die Polizeikräfte im Stadtgebiet insgesamt sieben Wohnhäuser, ein Tattoo-Studio und sechs Lauben in einer Kleingartenanlage. Festgenommen wurden zwei Frauen im Alter von 24 und 35 Jahren sowie drei Männer im Alter von 39, 43 und 45 Jahren.
Die Ermittler stellten nach eigenen Angaben umfangreiche Beweismittel sicher. Dazu gehören über 1,5 Kilogramm Marihuana, knapp ein halbes Kilogramm Kokain, weitere Betäubungsmittel und diverse andere berauschende Mittel. Außerdem fanden die Einsatzkräfte mehr als 200 Liter Lachgas, verschiedene Hieb- und Stichwaffen, eine Druckluftwaffe und Bargeld im hohen dreistelligen Bereich.
In einer Wohnung in der Rheydter Innenstadt entdeckten die Beamten zudem einen Beutel mit mehreren illegalen Böllern. Eine Spezialeinheit für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen sicherte die Böller und transportierte sie ab.
Die beiden Frauen kamen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Die drei tatverdächtigen Männer wurden am Donnerstagnachmittag, 8. Oktober, dem Haftrichter am Amtsgericht Mönchengladbach vorgeführt. Er erließ Haftbefehle gegen die 39, 43 und 45 Jahre alten Männer und ordnete Untersuchungshaft an. Anschließend wurden sie in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.
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