26. Juli 2026

Das Heimatmagazin für Mönchengladbach

Auf Lott jonn! erfährst du die aktuellen Nachrichten und liebenswerten Geschichten aus unserer Heimat.

Von links: Bernd Potkura, Zugoffizier Jochen Fallentin, Alex Borsch, Rainer Becker, Oliver Breuer, Spieß Klaus Delvos Foto: Lott jonn!

50 Jahre Grüne Husaren – ein Jubiläumsabend in Schelsen

Das Clubheim in Schelsen war an diesem Abend festlich hergerichtet: gedeckte Tische, Tischdeko, ein reichhaltiges Büffet. Anlass war ein rundes Jubiläum – der Schützenzug „Grüne Husaren“ beging sein 50-jähriges Bestehen. Gekommen waren Tim Theuerzeit, Brudermeister der St. Josef-Schützenbruderschaft Schelsen, Präses Norbert Häusler, der amtierende Schützenkönig Marc Rademakers, das Ehepaar Samira und Thomas Schmelzing von der Gaststätte „Zum Bäumchen“, dem Wachlokal des Zuges, dazu Vertreter befreundeter Züge, Förderer, Freunde und Sympathisanten.

Die Geschichte des Zuges beginnt 1976, als mehrere Schelsener Jungs den Offizierszug „Königsjäger“ gründeten. Aus ihm gingen 1979 die heutigen Grünen Husaren hervor. Zum Zugoffizier wurde damals Jochen Fallentin gewählt – ein Amt, das er bis heute innehat und mit dem er auf die meisten Amtsjahre in der Bruderschaft kommt. Fünfmal stellte der Zug den Jungkönig, mit Hans-Peter Klingen (1988) und Bernd Potkura (2003) kamen zwei Altkönige aus den eigenen Reihen. Seit 1993 treten auch die Frauen der Husaren beim Klompenball als geschlossene Gruppe auf.

In seiner Ansprache würdigte Brudermeister Tim Theuerzeit die Beständigkeit des Zuges. „50 Jahre Husaren, was für eine stolze Zahl, ein halbes Jahrhundert im Dienste unserer Bruderschaft“, sagte er. Es brauche viele Menschen, die mitgingen und mit anpackten, damit so etwas gelinge. Theuerzeit sprach dabei nicht nur von guten Zeiten: „Es gibt nicht immer nur schöne Sachen und viel Spaß und Freude, sondern es gehören auch Zeiten dazu, wo es nicht so nett ist und da muss man auch durch.“ Genau das hätten die Husaren bewiesen.

Brudermeister Tim Theuerzeit überreichte nach seiner Rede einen „Gruß der Bruderschaft“ im Umschlag an Jochen Fallentin.

Ein besonders bewegender Moment war die persönliche Ansprache an Jochen Fallentin. „Ich glaub, du gehst seit Anfang an mit an der Spitze des Zuges, das ist auch eine Leistung, die gibt es so im Dorf nicht. Chapeau, Hut ab“, sagte der Brudermeister. Fallentin nahm die Worte sichtlich gerührt entgegen. Theuerzeit schloss mit einem Blick nach vorn: Das Jubiläum solle Motor und Anschub sein, die Grünen Husaren mögen dem Dorf noch lange erhalten bleiben.

Wie eng der Zug zusammensteht, machten die Mitglieder selbst deutlich. „Wir haben einen besonderen Zusammenhalt, wir sind stets füreinander da. Das geht weit über eine normale Schützengemeinschaft hinaus“, sagte Zugkönig Alexander Borsch. Altkönig Bernd Potkura beschrieb den Abend als besonderen und emotionalen Tag, auf den viel Vorbereitung entfallen sei. Dazu gehörte auch das Outfit: grüne Hemden mit einer großen weißen 50 auf dem Rücken. „Die ziehen wir genau zweimal an. Heute und beim Klompenball.“

Trotz tatkräftiger Unterstützung von Familien und Freunden ließen es sich die Husaren nicht nehmen, ihre Gäste persönlich zu bedienen – was den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass sie immer wieder ins Gespräch kamen. Wer da saß, fühlte sich willkommen und wertgeschätzt. Das Wirtsehepaar vom „Zum Bäumchen“ hielt es kurz: „Ein altgedienter Zug aus Schelsen, mit denen macht das immer Spaß“, sagte Thomas Schmelzing. „Die sind sehr herzlich“, rief Samira Schmelzing dazwischen.

Es wurde viel geherzt und umarmt an diesem Abend. Das ließ sich Zugoffizier Jochen Fallentin gerne gefallen als Bäumchen-Wirtin Sammi Schmelzing zum Jubiläum gratulierte.

So wurde gut gegessen, zusammen getrunken und viel gelacht. Spieß Klaus Delvos zog zu fortgeschrittener Stunde Bilanz: „Das war ein sehr würdiges Jubiläumsfest. So, wie wir uns das gewünscht haben.“