Mönchengladbach
Das Innovationsumfeld rund um das Strukturwandelprojekt Textilfabrik 7.0 wächst weiter. Noch vor dem offiziellen Auftakt am 19. März siedeln sich im Monforts Quartier zwei junge Unternehmen an, die auf hochmoderne 3D-Stricktechnik setzen – mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten.
Die Genossenschaft Baybi.O – The Generation Companionship eG will Baby- und Kleinkindbekleidung lokal und bedarfsgerecht produzieren. Die Gründer Günther Winck und Rory McPherson verfügen nach eigenen Angaben über mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung. Produziert wird mit sogenannten Wholegarment-Maschinen, die Kleidungsstücke direkt in Form stricken – ohne Verschnitt. Geplant ist zudem ein Rücknahme- und Resale-System, um Produkte im Kreislauf zu halten. Baybi.O versteht sich als genossenschaftlich organisiertes Modell gegen Überproduktion und Fast Fashion.
Ebenfalls neu im Quartier ist die Riking Textil GmbH. Das Unternehmen entwickelt dreidimensionale Sitzbezüge für Bus und Bahn. Gründer Christoph Richter und Svenn Engelking setzen dabei auf In-Form-Stricken, um langlebige und normgerechte Bezüge für den öffentlichen Verkehr herzustellen. Neben der Produktion bietet Riking Textil auch Entwicklung und Beratung für andere Textilbetriebe an.
Begleitet werden die Ansiedlungen von der WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung können Unternehmen bei Investitionen Zuschüsse von bis zu 45 Prozent erhalten, insbesondere bei kostenintensiven Produktionsanlagen.
Mit den beiden Neuzugängen wächst das Textil-Ökosystem in Mönchengladbach weiter – und knüpft an die lange Tradition des Standorts an, diesmal mit Fokus auf digitale Fertigung und spezialisierte Nischenmärkte.

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