Was in der Nacht zum Montag zunächst nach einem Wasserrohrbruch aussah, entpuppte sich als deutlich größere Angelegenheit. Gegen 1.20 Uhr meldete ein Bürger, dass aus einem leerstehenden Gebäude an der Prinzenstraße eine stark riechende Flüssigkeit austrete. Polizei und Feuerwehr rückten an — und fanden drinnen eine professionell betriebene Indoorplantage mit rund 1.000 Cannabispflanzen in fortgeschrittenen Wachstumsphasen.
Die Anlage war aufwendig ausgestattet: Be- und Entlüftung, automatische Bewässerung, umfangreiche Stromverkabelung. Ein Bereich des Hauses war außerdem als Wohnraum eingerichtet. Eine Fachfirma baute die Plantage unter Polizeiaufsicht ab, die Pflanzen wurden vernichtet. Wegen der gefährlichen Verkabelung musste der Strom für das gesamte Gebäude und vorübergehend auch für den angrenzenden Straßenzug abgeschaltet werden, damit die NEW die Anlage sicher demontieren konnte.
Den oder die Betreiber erwartet nun ein Strafverfahren wegen unerlaubten Cannabisanbaus über die gesetzlich zulässige Menge hinaus. Die Ermittlungen laufen.

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