Die Ergebnisse des aktuellen Deutschen Schulbarometers zeigen deutlich, wo es im Alltag vieler Kinder und Jugendlicher hakt. Ein erheblicher Teil fühlt sich dauerhaft unter Druck, besonders betroffen sind junge Menschen aus einkommensschwächeren Familien. Wenn Schule als Belastung erlebt wird, läuft etwas grundsätzlich schief. Sie sollte Stabilität geben, Orientierung bieten und Erfolgserlebnisse ermöglichen – auch im Umgang mit Stress.
Gleichzeitig wächst der Wunsch nach mehr Mitbestimmung. Viele Schülerinnen und Schüler wollen stärker einbezogen werden, fühlen sich aber oft nicht gehört. Dabei liegt genau hier eine große Chance. Wer beteiligt wird, entwickelt Motivation, übernimmt Verantwortung und erlebt Demokratie im Alltag.
Die Verbindung ist klar: Wohlbefinden und Beteiligung hängen eng zusammen. Kinder und Jugendliche, die ernst genommen werden, gehen gestärkter durch den Schulalltag – und lernen besser.
Schulen, die diesen Weg bereits gehen, zeigen, wie es funktionieren kann. Beteiligung ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Bestandteil von Bildung. Wenn Schule jungen Menschen Raum gibt, sich einzubringen, entsteht genau das, was sie leisten soll: ein Ort, an dem Entwicklung möglich ist.

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