4. Februar 2026

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Foto:mags

mags setzt Rückepferde für Waldpflege ein

Im Wald ist es still an diesem Morgen. Man hört das Schnauben eines Pferdes, das Knacken von Ästen, das gleichmäßige Auftreten von Hufen auf dem Waldboden. Kein Motorenlärm, kein Abgasgeruch. Kaltblut Elliot zieht einen Baumstamm durch den Wald – ruhig, kraftvoll und mit erstaunlicher Präzision.

Elliot ist kein gewöhnliches Arbeitspferd. Gemeinsam mit seinem Besitzer Daniel Proske ist er als Rückepferd im Einsatz. Ihre Aufgabe besteht darin, gefällte Bäume aus dem Wald zu holen, ohne dabei Boden, Pflanzen oder Wege unnötig zu beschädigen. Unterstützt wird Elliot von seiner Partnerin Paula. Wer den beiden bei der Arbeit zusieht, erkennt schnell: Hier geht es nicht nur um Holzernte, sondern um einen respektvollen Umgang mit dem Wald.

Die Entscheidung für diese besondere Form der Waldarbeit hat die mags bewusst getroffen. Rückepferde bewegen sich mit Feingefühl durch den Wald und üben deutlich weniger Druck auf den Boden aus als schwere Maschinen. Während Technik den Waldboden verdichten kann, bleiben nach dem Einsatz der Pferde oft nur leichte Abdrücke zurück. So werden Wurzeln, junge Pflanzen und der natürliche Aufbau des Bodens geschont.

„Wir sprechen hier von einer hohen Bestandespfleglichkeit. Zum einen schonen die Rückepferde die Naturverjüngung. Zum anderen werden die Wege im städtischen Forst geschont, die vielen Spaziergängern der Naherholung dienen“, erklärt Revierförster Werner Stops von mags. Ein weiterer Vorteil: Rückepferde können auch in schwierigem Gelände oder bei problematischen Bodenverhältnissen eingesetzt werden, wo Maschinen an ihre Grenzen stoßen.

Mit dem erstmaligen Einsatz von Rückepferden geht mags einen Schritt hin zu einer besonders naturnahen und nachhaltigen Waldpflege in Mönchengladbach.