17. Oktober 2026

Lott jonn! Heimatmagazin für Mönchengladbach

Auf Lott jonn! erfährst du die aktuellen Nachrichten und liebenswerten Geschichten aus unserer Heimat.

Foto: Lott jonn!

103 Handyverstöße bei Polizeikontrollen in Mönchengladbach

Ablenkung und Unachtsamkeit zählen nach Angaben der Polizei zu den wesentlichen Ursachen für Verkehrsunfälle. Besonders der unzulässige Griff zu elektronischen Geräten am Steuer oder auf dem Fahrrad kann schwerwiegende Folgen haben. Um Verkehrsteilnehmende für diese Gefahren zu sensibilisieren, hat sich der Verkehrsdienst der Polizei Mönchengladbach in der vergangenen Woche an der ROADPOL-Kontrollaktion “Operation Focus on the Road” beteiligt.

Am Dienstag und Donnerstag richteten die Einsatzkräfte im gesamten Stadtgebiet insgesamt 20 Kontrollstellen ein. An beiden Tagen waren jeweils 16 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz. Am Freitag unterstützte zusätzlich die Einsatzhundertschaft die Kontrollen.

Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 166 Fahrzeuge. Dabei stellten sie 103 Verstöße wegen der Nutzung von Mobiltelefonen im Auto oder auf dem Fahrrad fest. Hinzu kamen 16 weitere Verwarnungsgelder, unter anderem wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte, Ablenkung durch Kopfhörer, falschen Abbiegens und missachteter Durchfahrtsverbote. Außerdem fertigten die Beamtinnen und Beamten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen mangelhafter Ladungssicherung und eine Anzeige wegen eines abgelaufenen beziehungsweise fehlenden TÜV-Nachweises. Zwei weitere Ordnungswidrigkeitenanzeigen betrafen Verstöße gegen Sozialvorschriften.

Auch die Geschwindigkeit hatte die Polizei im Blick. Bei den Messungen stellte sie 14 Verstöße fest, in fünf Fällen folgten Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Besonders eilig hatte es ein Verkehrsteilnehmer auf der Korschenbroicher Straße. Er wurde mit 118 km/h gemessen, erlaubt sind dort 60 km/h. Damit war er 58 km/h zu schnell.

Am Donnerstag fiel den Beamten auf der Dahlener Straße ein 30-jähriger Audi-Fahrer auf, der entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung durch eine Einbahnstraße gefahren sein soll. Bei der Kontrolle nahmen die Einsatzkräfte Cannabisgeruch wahr. Ein Drogenvortest reagierte positiv auf Cannabis und Methamphetamine. Der Mann wurde zur Polizeiwache Rheydt gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Die Polizei stellte seinen Führerschein sicher und erstattete Strafanzeige.

Billig ist der Blick aufs Handy nicht. Wer am Steuer eines Kraftfahrzeugs, also etwa im Auto oder auf dem E-Scooter, ein Mobiltelefon unzulässig nutzt, muss nach dem Bußgeldkatalog mit 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Hinzu kommen Bearbeitungsgebühren von knapp 30 Euro. Werden dabei andere gefährdet, steigt das Bußgeld auf 150 Euro, dazu kommen zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Bei einer Sachbeschädigung sind es 200 Euro, ebenfalls mit zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot. Radfahrende zahlen 55 Euro, einen Punkt gibt es für sie nicht.

Die Polizei weist darauf hin, dass schon ein kurzer Blick auf das Display, das Lesen einer Nachricht oder die Eingabe eines Navigationsziels ausreichen kann, um das Verkehrsgeschehen nicht mehr ausreichend wahrzunehmen. Bremsende Fahrzeuge, querende Fußgänger oder Radfahrende würden dann womöglich zu spät oder gar nicht erkannt. Sie appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmenden, elektronische Geräte während der Fahrt nicht unzulässig zu nutzen. Wer eine Nachricht lesen oder schreiben muss, sollte an einer geeigneten und sicheren Stelle anhalten und den Motor ausschalten.


Entdecke mehr von Lott jonn! Heimatmagazin für Mönchengladbach

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.