10. Juli 2026

Das Heimatmagazin für Mönchengladbach

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Bundeswehrkaserne im JHQ?

Das ehemalige NATO-Hauptquartier steht seit 2013 in großen Teilen leer – nun rückt eine militärische Nachnutzung näher. Das Bundesministerium der Verteidigung hat mitgeteilt, dass Mönchengladbach zu acht Liegenschaften deutschlandweit gehört, die konkret als Standort für den Neuen Wehrdienst geprüft werden. Bis Ende 2026 soll feststehen, welche Nutzung auf dem Gelände tatsächlich möglich ist. Dass die Bundeswehr Interesse am JHQ hat, war bereits seit Mitte 2025 bekannt.

Für die Stadt ist das Areal kein unbelastetes Thema. Bis zum Moratorium des Bundes hatte Mönchengladbach gemeinsam mit dem Land Gewerbeflächen für den Strukturwandel auf dem Gelände geplant – Pläne, die mit dem militärischen Zugriff hinfällig werden. Oberbürgermeister Felix Heinrichs verweist zugleich auf die veränderte Sicherheitslage: „Das JHQ spielt für die Stadtentwicklung eine große Rolle. Bis zum Moratorium des Bundes haben wir mit dem Land gemeinsam Gewerbeflächen für den Strukturwandel geplant. Der Wegfall reißt ein großes Loch in unsere Entwicklungsplanung, das wir gerade zu kompensieren versuchen. Wir respektieren natürlich den gestiegenen Bedarf der Bundeswehr angesichts der veränderten Bedrohungslage.“

Zügige Klarheit ist auch aus Sicht der Stadt gewünscht. Das Gelände erstreckt sich über Mönchengladbacher Stadtgebiet und das ehemalige RAF-Militärhospital auf Wegberger Seite. „Wir brauchen schnell Klarheit, was genau im JHQ auf Mönchengladbacher Stadtgebiet und dem ehemaligen RAF-Militärhospital auf Wegberger Stadtgebiet stattfinden kann“, so Heinrichs. Die Meldung des Verteidigungsministeriums datiert vom 9. Juli 2026.